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Sektionsredner

Thomas Hilgers, M.A. (Philadelphia, PA, USA) - Curriculum Vitae
Die Idee der Interesselosigkeit als ästhetische Kategorie

Abstract

Die Idee der Interesselosigkeit als ästhetische Kategorie

In der Geschichte der Ästhetik ist die Idee der Interesselosigkeit häufig und ausführlich diskutiert worden. In der Gegenwartsästhetik spielt diese Idee allerdings eine zunehmend geringere Rolle. Philosophen wie George Dicke, Alan Goldman und Berys Gaut haben sogar zu zeigen versucht, dass die Idee der Interesselosigkeit für einen Fortschritt in der Ästhetik gänzlich unfruchtbar sei. Es ist das Ziel meines Aufsatzes, den Argumenten von Dickie, Goldman und Gaut entgegenzutreten, und die Idee der Interesselosigkeit als fruchtbare ästhetische Kategorie zu verteidigen.

Nun taucht der Begriff der Interesselosigkeit in der Geschichte der Ästhetik in recht verschiedenen Spielarten auf. Somit wäre es eigentlich angebracht, von verschiedenen Ideen anstatt von der Idee der Interesselosigkeit zu sprechen. In meinem Aufsatz erörtere ich allerdings nicht verschiedene Ideen, sondern ich konzentriere mich ganz auf die Explikation und Verteidigung einer bestimmten - nämlich der stärksten - Idee der Interesselosigkeit. Das heißt, ich verstehe Interesselosigkeit stets als einen Zustand, in welchem wir durch ein Zurücktreten von denjenigen Bedürfnissen und Interessen, die unsere jeweilige Identität bedingen, das Bewusstsein unseres eigenen Selbst in einem gewissen Sinne verlieren. Diese Idee der Interesselosigkeit haben vor allem Schopenhauer, Bullough und Stolnitz stark gemacht. Im ersten Teil der Arbeit setzte ich mich deshalb mit diesen drei Philosophen auseinander, um diejenige Idee der Interesselosigkeit, um die es mir geht, ausführlich vorzustellen. Im zweiten Teil verteidige ich diese Idee dann gegen verschiedene Einwände aus der Gegenwartsästhetik und stelle ihre Fruchtbarkeit für die Ästhetik unter Beweis. Dabei kommt es mir nicht darauf an zu zeigen, dass Interesselosigkeit eine notwendige oder gar hinreichende Bedingung des Ästhetischen ist. Vielmehr versuche ich einzig zu zeigen, dass Interesselosigkeit oftmals ein entscheidender Aspekt der ästhetischen Einstellung ist - ein Aspekt, dessen Thematisierung Aufschluss über gewisse ästhetische Differenzen zwischen den Künsten geben kann. Um Letzteres zu veranschaulichen, diskutiere ich auch ganz konkret die Rezeptionsbedingungen von Film und Schauspiel. Im letzten Teil des Aufsatzes komme ich schließlich anhand von Nietzsches Unterscheidung zwischen einer ästhetischen und einer wissenschaftlichen Lebensweise auf den möglichen Wert der Interesselosigkeit zu sprechen.

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Curriculum Vitae von Thomas Hilgers, M.A.

Studium:
  • Bis 2005: Philosophie, Filmwissenschaft (Freie Universitaet Berlin, University of Pennsylvania). Abschluss: MA
Promotion:
  • Wesen und Wert Aesthetischer Erfahrung (University of Pennsylvania)
Derzeitige Universität oder Institution:
  • University of Pennsylvania
Forschungsschwerpunkt(e):
  • Aesthetik
  • Philosophie des Geistes
  • Ethik
Berufliche Stationen:
  • 2007 - 2008: Teaching Fellow
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